Was bringt die Risikolebensversicherung?

Stirbt die versicherte Person während der Vertragslaufzeit, wird die vereinbarte Versicherungssumme ausgezahlt. Diese sollte mindestens so hoch sein wie das Vier- bis Fünffache Ihres Jahreseinkommens, falls Sie kein weiteres Vermögen haben. So bietet die Risikolebensversicherung genau den Schutz, der Ihre Familie finanziell auffängt.

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Die Vorteile der Risikolebensversicherung auf einen Blick

Die Risikolebensversicherung gehört zur Gruppe der Lebensversicherungen und ist eine Individualversicherung.

Sie garantiert den Hinterbliebenen im Falle des Ablebens des Versicherungsnehmers eine finanzielle Absicherung.

In einem zwischen der Versicherungsgesellschaft und dem Versicherungsnehmer geschlossenen Versicherungsvertrag wird für eine bestimmte Laufzeit die Höhe einer bestimmten Versicherungsleistung vereinbart.

Regelmäßig wird eine Risikolebensversicherung als Summenversicherung abgeschlossen.

Das bedeutet, dass die vertraglich vereinbarte Versicherungssumme im Todesfall als Geldleistung erbracht wird. Tritt der Versicherungsfall nicht ein, wird also die Risikolebensversicherung nicht in Anspruch genommen, erfolgt keine Auszahlung. Die Risikolebensversicherung ist ein reiner Todesfallschutz und eignet sich deshalb nicht als Kapitalanlage oder zur Altersvorsorge.

Ein finanzieller Engpass, durch das Ableben des Versicherungsnehmers, kann so abgewendet werden.

Stirbt der Versicherungsnehmer während der Laufzeit des Versicherungsvertrages über die Risikolebensversicherung, erhalten die im Versicherungsvertrag als bezugsberechtigt ausgewiesenen Personen die vereinbarte Versicherungssumme. Diese Vertragskonstellation ist insbesondere für junge Familien interessant oder auch für Familien mit einem Hauptverdiener oder Alleinverdiener.

Die Risikolebensversicherung ist nicht nur eine finanzielle Absicherung für die Hinterbliebenen

Sie federt auch die Finanzierung eines Eigenheims durch einen laufenden Kredit oder ein Darlehen ab. Stirbt der Versicherungsnehmer während der mit Hilfe eines Darlehens oder Kredits laufenden Finanzierung eines Eigenheims, verhindert eine in entsprechender Höhe abgeschlossene Risikolebensversicherung die Veräußerung oder gar Zwangsversteigerung der Immobilie. Denn sie übernimmt je nach Vertragsinhalt und gemäß der vereinbarten Versicherungssumme die restliche Immobilienfinanzierung.

Ein weiterer Pluspunkt der Risikolebensversicherung sind die niedrigen Beitragssätze und die vergleichsweise hohen Versicherungssummen, die daraus resultieren, dass es sich um eine Absicherung nur für den Todesfall handelt. Insoweit sind die Beiträge bezahlbar, sodass eine Risikolebensversicherung nicht nur für junge Familien und unverheiratete Paare interessant ist. Die Höhe des Beitragssatzes ist auch abhängig von der Höhe der vereinbarten Versicherungssumme, die jeder Versicherungsnehmer individuell mit dem Versicherungsgeber im Versicherungsvertrag vereinbaren kann.

Im Idealfall beträgt die Versicherungssumme das vier- bis fünffache des jährlichen Einkommens, die die Hinterbliebenen vor allem dann ausreichend absichert, wenn kein weiteres Vermögen vorhanden ist. Die Beiträge für die Risikolebensversicherung können steuerlich geltend gemacht werden.

Risikolebensversicherung im Überblick

Die Risikolebensversicherung im Überblick:

  • Hoher Hinterbliebenen-Schutz und garantierte Todesfall-Leistung zu niedrigen Beiträgen
  • Überschüsse kommen dem Versicherten durch das System der Beitragsreduzierung sofort zugute
  • Versicherungsschutz tritt ohne Wartezeit nach Risikoprüfung und Antragseingang in Kraft
  • Während der ersten 10 Jahre ist die Umwandlung in eine Kapitallebensversicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung möglich. Also: problemloser Wechsel in die Altersvorsorge
  • auf Wunsch sichert die Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung junge Familien und Berufseinsteiger preisgünstig gegen Existenzgefährdungen ab
  • Schnelle und unbürokratische Auszahlung
  • Zur Absicherung für laufende Immobilien- und Kreditfinanzierung ist eine Risikolebensversicherung ebenfalls geeignet

Für wen lohnt sich eine Risikolebensversicherung?

Im Bereich der Lebensversicherungen gibt es zwei Hauptvarianten, die von den vielen Versicherungen angeboten werden und zwischen denen sich die Kunden entscheiden können. Dabei handelt es sich zum einen um die Kapitallebensversicherung und zum anderen um die Risikolebensversicherung. Die Kapitallebensversicherung ist für Verbraucher geeignet, die nicht nur ihre Familie absichern, sondern zugleich auch regelmäßig sparen und so ein Vermögen aufbauen möchten. Doch für wen ist eine Risikolebensversicherung geeignet bzw. für wen lohnt sich diese Variante der Lebensversicherung eigentlich?

Wenn es darum geht, die Frage zu beantworten, für wen sich der Abschluss einer Risikolebensversicherung lohnt, dann kommt es zunächst einmal vor allem auf die Lebensumstände bzw. die familiäre Situation des Verbrauchers an. Grundsätzlich kann man festhalten, dass der Abschluss einer Risiko-LV immer nur dann Sinn macht, falls der zukünftig Versicherte nähere Familienangehörige hat, die er durch die Risikolebensversicherung für den Fall finanziell absichern möchte, falls er versterben sollte. Wer also weder einen Ehepartner noch Kinder hat und auch seine Eltern nicht absichern muss/möchte, der benötigt auch keine Risikolebensversicherung. Auf der anderen Seite lohnt sich der Abschluss dieser Versicherung vor allem dann, falls Kinder und/oder Ehepartner vorhanden sind.

Familie

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Neben dieser “Grundvoraussetzung”, die eine Risikolebensversicherung sinnvoll macht, sollte der Versicherte auch das Haupteinkommen in der Familie erzielen.

Denn bei der Risiko-LV geht es vor allem um die finanzielle Absicherung der Angehörigen, die aufgrund der Tatsache notwendig wird, dass das Einkommen des Versicherten nach dessen Tod nicht mehr vorhanden ist. Daher wäre es wenig sinnvoll, wenn sich beispielsweise die Ehefrau versichert, obwohl der Ehemann Alleinverdiener ist, während die Ehefrau “nur” als Hausfrau tätig ist.

Auf der anderen Seite ist gerade bei Ehepartnern oftmals eine gegenseitige Absicherung sinnvoll, da ein finanzieller “Schaden” natürlich auch dann entstehen kann, wenn der versicherte Partner kein Einkommen im eigentlichen Sinne erzielt.

Eine Risikolebensversicherung kann sich darüber hinaus auch dann lohnen, falls größere Darlehensverbindlichkeiten bestehen. Daher wird im Zusammenhang mit einer Kreditaufnahme von den Banken oftmals die Restschuldversicherung als spezielle Form der Risikolebensversicherung angeboten. In diesem Fall steht wiederum die finanzielle Absicherung der Angehörigen im Vordergrund, die aufgrund bestehender Kreditverbindlichkeiten noch wichtiger als ohnehin schon ist. Denn sollte der Versicherte versterben, würde nicht nur das Einkommen wegfallen, sondern der “überlebende” Ehepartner oder die Kinder müssten auch noch die Kreditschulden übernehmen.

Für diese Personen lohnt sich eine Risikolebensversicherung


junge Familien und Alleinverdiener


Absicherung ihrer Familie


Alleiniger Kreditnehmer


Absicherung der Kreditrückzahlung

Die Risikolebensversicherung und ihre optimale Ausgestaltung

Versicherungen werden in verschiedene Versicherungszweige unterteilt, wobei die Risikolebensversicherung zu den Lebensversicherungen zählt. Dabei handelt es sich um einen Vertrag zwischen dem Versicherungsnehmer und einer Versicherung, die den Todesfall einer oder mehrerer Personen zum finanziellen Schutz der Familie, der Kinder und der Hinterbliebenen absichert. Sofern die versicherte Person das Ende der Vertragslaufzeit erlebt, wird keine Leistung fällig.

Welche Risiken deckt eine Risikolebensversicherung ab?

Risikolebensversicherungen decken das Todesfallrisiko entweder lebenslang oder als abgekürzte Lebensversicherung über einen vertraglich definierten kürzeren Zeitraum. Der Beitrag kann fortlaufend oder einmal erfolgen, längstens bis zum Ablauf der Dauer der Versicherung. Grundsätzlich hat sie nicht das Ziel einer Kapitalbildung. Mit ihrem Abschluss können ganz unterschiedliche Ziele verfolgt werden, wobei zwischen lebenslangen und abgekürzten Risikolebensversicherungen differenziert wird. Bei lebenslangen Versicherungsmodellen dient die Versicherungssumme der Bereitstellung eines Geldbetrages, der die Familie, die Kinder und die Hinterbliebenen vor finanziellen Belastungen schützen soll. Mit der Auszahlungssumme können im Todesfall die Beerdigungskosten gedeckt werden oder auch die anfallende Erbschaftssteuer. Handelt es sich um eine abgekürzte Lebensversicherung dient die Versicherungssumme im Todesfall beispielsweise der Absicherung eines Konsumentenkredits, eines Baudarlehens oder einer Hypothek.

Welche Leistungen und Arten einer Risikolebensversicherung gibt es?

Risikolebensversicherungen decken nur das Todesfallrisiko ab. Die Höhe der Versicherungsprämie orientiert sich einmal an der Vertragslaufzeit und am Eintrittsalter des Versicherungsnehmers. Doch dem Eintrittsalter sind Grenzen gesetzt, das je nach Versicherung zwischen 60 und maximal 74 Jahren liegt.

Dem Versicherungsnehmer stehen im Rahmen einer Risikolebensversicherung verschiedene Möglichkeiten zur Wahl:

  • nämlich als klassische Versicherungsform
  • als verbundene Versicherungsform und
  • als fallende Versicherung oder auch sogenannte Restschuldversicherung

Alle drei genannten Formen sind ausschließlich für die Absicherung im Todesfall gedacht. Niemals ist eine Risikolebensversicherung eine für die Altersvorsorge geeignete Versicherungsvariante und auch keine Kapitalanlage. Tritt der Versicherungsfall nicht ein, kommt der vom Versicherten geleistete finanzielle Beitrag der Gemeinschaft der Versicherten zugute und fließt nicht an ihn zurück.

Leistungen und Arten der Risikolebensversicherung
Die klassische Variante zählt zu den am häufigsten gewählten Risikolebensversicherungen.

Mit gleichbleibender Versicherungssumme und einer festen Vertragslaufzeit ist diese Variante bei Versicherungsnehmern besonders gefragt. Bei der Versicherungsform auf zwei verbundene Leben werden zwei Personen als Versicherungsnehmer in einem Vertrag bei gleichbleibender Versicherungssumme und begrenzter Vertragslaufzeit versichert. Tritt der Todesfall bei einem der beiden Versicherten ein wird die Versicherungssumme an den Hinterbliebenen ausbezahlt. Die dritte Variante ist die fallende Risikolebensversicherung, bei der die Versicherungssumme monatlich fällt bei einer eventuell gleichzeitigen Reduzierung der Beitragszahlungen.

Welche Vor- und Nachteile hat eine Risikolebensversicherung?

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Wie andere Versicherungen gibt es auch bei dieser Versicherungsart Vor- und Nachteile. Zu ihren Vorteilen zählt, dass sie im Todesfall die Absicherung der Familie, der Kinder und sonstigen Hinterbliebenen sicherstellt, sodass im Ernstfall Familienmitglieder nicht in finanzielle Schwierigkeiten geraten.

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Vorteilhaft ist auch, dass der monatliche Beitrag für diese Versicherung am finanziellen Bedarf ausgerichtet werden kann.

Der Versicherungsnehmer bestimmt die Höhe der Versicherungssumme selbst, an der sich dann der monatliche Beitrag orientiert.

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Aufgrund der zur Verfügung stehenden Formen sind Risikolebensversicherungen sehr flexibel gestaltet, die für unterschiedliche Lebenssituationen und Lebensformen geeignet sind. Positiv zu bewerten sind die vergleichsweise niedrig ausfallenden Beitragssätze sowie die hohen Versicherungssummen.

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Die Beiträge können steuerlich geltend gemacht werden, da sie ebenso wie die Haftpflichtversicherung und die gesetzliche Rentenversicherung zu den Vorsorgeaufwendungen gehören und im Rahmen von Sonderausgaben bei der Steuererklärung geltend gemacht werden können.

Der Nachteil für den Versicherungsnehmer ist, dass er persönlich von dieser Versicherung nicht profitiert. Tritt der Todesfall nicht ein, gehen die geleisteten Beitragszahlungen auf die Versicherungsgemeinschaft über. Ein weiterer Nachteil ist die im Vorfeld notwendige Überprüfung der Gesundheit. Dadurch treten evtl. Risiken zutage, die zu einem höheren Sterblichkeitsrisiko führen und deshalb höher versichert werden müssen, was zu einem höheren monatlichen Beitrag führt.

Ist eine Risikolebensversicherung wirklich so wichtig und wenn ja für wen?

Je nach Form der Risikolebensversicherung ändert sich auch die Zielgruppe.

Merkmal der klassischen Variante ist ein Einzelvertrag mit einer versicherten Summe, die über die gesamte Laufzeit gleichbleibt. Aus diesem Grund eignet sie sich insbesondere für eine junge Familie, bei der ein Familienmitglied der Hauptverdiener oder auch Alleinverdiener ist sowie für Alleinerziehende.

Die versicherte Summe fällt während der Laufzeit und zwar proportional zu der abzuzahlenden Kreditsumme beziehungsweise Restschuld. Das bedeutet, dass die Versicherungssumme dem Tilgungsverlauf der Kreditfinanzierung angepasst wird.

Zielgruppe der verbundenen Form sind mindestens zwei Personen. Diese Versicherungsvariante ist eine Art Partnervertrag, der für den jeweils überlebenden Partner sowie für mögliche Kinder eine finanzielle Absicherung bedeutet. Diese Versicherungsleistung gilt nur für einen der beiden Versicherungsnehmer. Stirbt der zweite im Vertrag als Versicherungsnehmer benannte Partner, erfolgt an mögliche Kinder oder Hinterbliebenen keine weitere Versicherungsleistung. Zielgruppe dieses Modells sind deshalb verheiratete und nicht verheiratete Paare sowie Lebenspartnerschaften, wobei diese Variante auch für Geschäftspartner denkbar ist.

Zielgruppe der dritten Variante, der fallenden Risikolebensversicherung, sind Personen, die diese Versicherung zur Absicherung eines laufenden Kredits, eines Baudarlehens oder auch einer Hypothek abschließen.

Versicherungssumme im Todesfall:

Wie sollte die Laufzeit einer Risikolebensversicherung gewählt werden?

Die Laufzeit eines Vertrages hängt insbesondere von der individuellen Lebens- und Versorgungssituation ab. Besonders wichtig ist der Abschluss von Risikolebensversicherungen in den Lebensphasen, in denen nur wenig oder noch kein Vermögen angespart worden ist. Sinnvoll ist eine Laufzeit bis zu einem Alter von 50 oder 55 Jahren für diejenigen, die in jungen Jahren bereits eine Versicherung zur Absicherung ihrer Familie, ihrer Kinder und Hinterbliebenen abschließen. Das ist normalerweise der Zeitpunkt, zu dem die Kinder ihre Ausbildung oder ihr Studium beendet haben und finanziell auf eigenen Beinen stehen. Geht es darum ein Darlehen abzusichern, dann sollte die Laufzeit der Risikolebensversicherung an die Laufzeit des Kredites abgestimmt werden, sich also am Zins- und Tilgungsplan orientieren.

Nach welchen Kriterien wähle ich die Versicherungssumme der Risikolebensversicherung?

Die Höhe der Versicherungssumme und die Beitragsberechnung sind von verschiedenen Komponenten abhängig, unter anderem auch vom jeweiligen Anbieter. Dazu gehören:

  • das Alter des Versicherungsnehmers
  • die Laufzeit der Versicherung
  • die Höhe beziehungsweise der Verlauf der Versicherungssumme
  • die Gesundheit des Versicherungsnehmers
  • eventuell gefährliche und risikoreiche Hobbies
  • sowie die Höhe der Provision und die Gebühren

Die genannten Komponenten dienen der Versicherung als Grundlage für die Kalkulation der Versicherungsbeiträge. Doch es gibt Unterschiede zwischen den Anbietern, die ein Versicherungsvergleich sichtbar werden lässt. Einige Versicherungen differenzieren nach Rauchern und Nichtrauchern und berechnen einen entsprechenden Risikozuschlag. Gleiches gilt für Risiken, die mit gefährlichen Hobbies einhergehen oder auch erhöhte berufliche Gefahren. Ob ein Zuschlag erhoben wird und wie viel das kostet erfährt man ebenfalls in einem Versicherungsvergleich. Die Versicherungssumme für eine Familie mit kleinen Kindern sollte das vierfache Jahreseinkommen betragen, bei älteren Kindern das dreifache Jahreseinkommen und bei kinderlosen Ehepaaren das zweifache Jahreseinkommen.

Ist eine Gesundheitsprüfung nötig?

Risikolebensversicherungen gehören zu den Lebensversicherungen, weshalb eine Gesundheitsprüfung zwingend notwendig ist.

Im Rahmen dieser Prüfung der Gesundheit muss der Versicherungsnehmer Gesundheitsfragen auf dem Antragsformular wahrheitsgetreu beantworten. Im weiteren Ablauf wird der Antrag von einem Sachbearbeiter überprüft. Bestehen hinsichtlich der Gesundheit Beeinträchtigungen, also Krankheiten oder sonstige Beschwerden, wird der Antrag zur Risikoprüfung weitergeleitet. Hier geht man ins Detail und kommt zu der Entscheidung den Antrag anzunehmen, ihn abzulehnen, den Versicherungsnehmer aufgrund der Antworten in den Gesundheitsfragen mit einem Risikozuschlag zu belegen oder weitere Unterlagen hinsichtlich der Prüfung der Gesundheit anzufordern. Das können beispielsweise Arztberichte sein, die nachgereicht werden müssen.

Oberstes Gebot ist die wahrheitsgemäße Beantwortung der Gesundheitsfragen. Wer wahrheitswidrig antwortet läuft Gefahr, dass bei Eintritt des Versicherungsfalles der Versicherungsschutz erlischt.

Was genau untersucht der Arzt bei der Gesundheitsprüfung?

Vor Abschluss eines Versicherungsvertrages verlangt der Versicherungsgeber zu seiner Absicherung eine Überprüfung der Gesundheit des Versicherungsnehmers, mit der er mögliche gesundheitliche Risiken abklären möchte. Dies geschieht regelmäßig durch die schriftliche Beantwortung von Gesundheitsfragen.

Der Fragenkatalog beginnt mit allgemeinen Fragen, beispielsweise zur Ausübung riskanter Sportarten sowie zum Alkohol- und Zigarettenkonsum. Es folgen speziellere Gesundheitsfragen über bisherige und aktuelle Erkrankungen auch der Atemwegsorgane sowie optische Beschwerden, Diabetes und Nervenleiden. Problematisch sind im Rahmen der Gesundheitsüberprüfung psychische Erkrankungen, beispielsweise Depressionen, die wegen der möglichen Selbstmordgefahr ein erhöhtes Risiko für die Versicherung sind. Nur in Ausnahmefällen müssen ärztliche Atteste vorgelegt werden. Dies gilt auch für eine Versicherungssumme, die ab einem Betrag von 250.000 Euro oder höher liegt, bei der sich manche Risikolebensversicherungen eine schriftliche Bestätigung des Hausarztes über den Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers vorlegen lassen, was über einen Versicherungsvergleich ermittelt werden kann. In manchen Fällen wird ein Belastungs-EKG verlangt oder auch ein Bluttest.

Ist eine Kündigung einer Risikolebensversicherung möglich?

Wer als Versicherungsnehmer mit einem finanziellen Engpass zu kämpfen hat, kann seine Versicherungspolice auch kündigen oder auf Eis legen, das heißt beitragsfrei stellen. Grundsätzlich können Risikolebensversicherungen zum Ende eines Versicherungsjahres gekündigt werden. Das Versicherungsjahr entspricht nicht immer dem Kalenderjahr, sondern beginnt mit dem im Antrag festgeschriebenen Datum.

Anderes gilt für die sogenannte unterjährige Zahlungsweise.
Bei dieser Bezahlform wird der Beitrag für die Versicherung monatlich oder einmal pro Quartal fällig. Diese Zahlweise hat nicht nur Auswirkungen auf die Höhe des Beitrages, sondern auch auf die Kündigungsfristen. Sie beträgt dann nämlich einen Monat und ist immer zum nächsten Beitragszahlungsabschnitt möglich.

Eine Alternative zu einer Kündigung ist die Beitragsfreistellung, bei der sich der Versicherungsschutz zwar verringert, aber anders als bei der Kündigung nicht endet. Bei der Beitragsfreistellung wird die Beitragszahlung komplett eingestellt. Der Versicherer kalkuliert anhand der bis zu diesem Zeitpunkt eingezahlten Beiträge und der angefallenen Überschussanteile eine neue Versicherungssumme, sodass eine gewisse Grundversorgung erhalten bleibt. Risikolebensversicherungen lässt noch weitere Möglichkeiten zu, um den Beitrag für den Versicherungsschutz zu senken, beispielsweise die Reduzierung der Todesfallsumme, die Kürzung der Versicherungslaufzeit oder auch eine Reduzierung der Beiträge.

Gibt es einen Rückkaufswert bei einer Risikolebensversicherung?

Anders als bei anderen Lebensversicherungsarten bedürfen Versicherungen zur Absicherung des Todesfalls keines großen Verwaltungsaufwands. Außerdem werden erwirtschaftete Überschüsse direkt in bereits bestehende oder auch zukünftige Verträge eingebaut, was zu einer sofortigen Reduzierung der Beitragszahlungen oder auch zu einer Erhöhung der Versicherungssummen bei gleichem Beitrag führt. Eine günstige Entwicklung für eine Risikolebensversicherung ist die steigende Lebenserwartung, sodass sich das Sterblichkeitsrisiko während der Versicherungsphase insgesamt verringert hat. Das bedeutet, dass bei einer Risikolebensversicherung nur mit Risikokapital gearbeitet wird und kein Ansparkapital entsteht und damit auch kein Rückkaufswert.

Sind Beitragsrückerstattungen bei der Risikolebensversicherung möglich?

Ein relativ neues Produkt ist die Risikolebensversicherung mit Beitragsrückerstattung. Welcher Versicherer dieses bisher nur selten angebotene Produkt in seinem Portfolio hat, erfährt der Verbraucher in einem Versicherungsvergleich. Bei dieser neuen Variante werden im Rahmen der Beitragsrückerstattung die vollen Beträge nach Ablauf des Versicherungszeitraums ausgezahlt abzüglich des bisherigen Verwaltungsaufwands seitens des Versicherers. Die Beitragsrückerstattung gilt allerdings nur für die Fälle, in denen der Versicherungsfall nicht eingetreten ist. Doch auch hier ist es wichtig die Angebote der Anbieter in einem Versicherungsvergleich sorgfältig zu überprüfen vor allem hinsichtlich der Beiträge, die aufgrund der Auszahlungsoption meist höher ausfallen.

Ist es sinnvoll eine Risikolebensversicherung mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu kombinieren?

Bei einem sog. Kombi-Paket erhält der Versicherte mit Eintritt der Berufsunfähigkeit eine Rente.

Verstirbt der Versicherungsnehmer während der Laufzeit der Kombi-Versicherung erhalten seine Familie, die Kinder sowie die Hinterbliebenen eine vorher festgelegte Summe. Der Vorteil einer Kombi-Police zeigt sich vor allem hinsichtlich der Kosten, da kombinierte Versicherungsverträge grundsätzlich preisgünstiger sind als zwei Einzelverträge.

Auch hier ist es für Verbraucher wichtig, bei einem Versicherungsvergleich die unterschiedlichen Vertragsbedingungen herauszufiltern.

Hinsichtlich der Berufsunfähigkeitsversicherung sollte man als Verbraucher darauf achten, dass in den Versicherungsbedingungen auf eine abstrakte Verweisung seitens des Versicherers verzichtet wird. Diese würde die Versicherungen dazu berechtigen vom Versicherungsnehmer zu verlangen, dass er trotz Eintritt der Berufsunfähigkeit in dem zuletzt ausgeübten Beruf in einem anderen Beruf arbeitet und zwar unabhängig von Qualifikation und vorhandenen Stellenangeboten.

Wird die Auszahlungssumme einer Risikolebensversicherung besteuert?

Auch bei den Auszahlungen von Lebensversicherungen ist der Fiskus zugegen und hält gern die Hand auf.

Dann hängt es von den Vertragsbedingungen und der Steuergestaltung im Vorfeld ab, in welchem Maße das Finanzamt zugriffsberechtigt ist. Tritt der Versicherungsfall ein und kommt eine Versicherungspolice zur Auszahlung, dann fällt grundsätzlich keine Einkommensteuer, aber Erbschaftsteuer an.
Bei Kindern und Ehepaaren sowie eingetragenen Lebenspartnerschaften ist das wegen der sehr hohen Freibeträge meist unerheblich. Anderes gilt für nicht verheiratete Paare, bei denen der Freibetrag erheblich geringer ausfällt. Doch das Zahlen von Erbschaftsteuer lässt sich durch einen Kunstgriff umgehen. Derjenige, der die Auszahlungssumme im Todesfall erhalten soll, sollte selbst die Versicherungspolice abschließen und seinen Partner versichern. Auf diese Weise leistet er Beitragszahlungen für seine eigene Absicherung. Kommt es zum Versicherungsfall erhält er die Leistung nicht als Erbe, sondern als vertragliche Versicherungsleistung und ist von der Erbschaftssteuer befreit.

*Beispeilrechnung: 100.000 Euro Versicherungssumme im Todesfall, 5 Jahre Laufzeit, gleichbleibende Versicherungssumme (zur Familienabsicherung), Geburtsdatum: 01. Januar 1990, Geschlecht: männlich, Nichtraucher, jährliche Zahlweise – Günstigster Beitrag: 29,67 Euro (EUROPA Versicherung), entspricht 2,47 Euro pro Monat. Stand der Berechnung: 11.03.2014