Was bringt die Risikolebensversicherung?

Die Risikolebensversicherung sichert die Angehörigen im eigenen Todesfall finanziell ab. Stirbt die versicherte Person während der Vertragslaufzeit, wird eine vorab vereinbarte Versicherungssumme ausgezahlt. Trotz niedriger Versicherungsbeiträge wird oftmals das drei- bis fünffache Bruttojahreseinkommen ausgeschüttet. So bietet die Risikolebensversicherung genau den Schutz, der Ihre Familie im Ernstfall finanziell auffängt.

Top-Anbieter im kostenlosen Vergleich

Die Vorteile der Risikolebensversicherung auf einen Blick

Die RLV ist eine Individualversicherung aus der Gruppe der Lebensversicherungen.

Sie garantiert den Hinterbliebenen im Todesfall der Versicherungsnehmerin oder des Versicherungsnehmers eine finanzielle Absicherung, deren Höhe individuell festgelegt werden kann. Im Versicherungsvertrag wird zudem auch die Laufzeit entsprechend der Wünsche der / des Versicherten angepasst. Die Laufzeit umspannt je nach dem individuellen Bedarf einige Jahre oder bis zu mehreren Jahrzehnten.

Die RLV versichert Leben mit einer bestimmten Summe für eine festgelegten Zeitraum.

Entsprechend des Summenvertrags wird die vertraglich vereinbarte Versicherungssumme im Todesfall als Geldleistung erbracht wird. Tritt der Versicherungsfall nicht ein, erfolgt keine Auszahlung. Die Risikolebensversicherung ist ein reiner Todesfallschutz und eignet sich nicht als Kapitalanlage oder Altersvorsorge. Gerade deshalb ist die RLV sehr günstig und auch ohne großes Einkommen erschwinglich.

Sie schützt die Angehörigen im Todesfall der / des Versicherten vor finanziellen Notsituationen.

Stirbt die Versicherungsnehmerin oder der Versicherungsnehmer während der Vertragslaufzeit, erhalten die Hinterbliebenen die vereinbarte Versicherungssumme. Diese Vertragskonstellation eignet sich insbesondere auch für junge Familien ohne großes Einkommen oder mit einer Hauptverdienerin / einem Hauptverdiener, sowie für Familien, in denen die Kinder noch nicht auf eigenen Beinen stehen.

Risikolebensversicherung: Hinterbliebenenschutz und Absicherung von Krediten

Die Risikolebensversicherung eignet sich nicht nur als Hinterbliebenenschutz, sondern federt auch die Kreditfinanzierung eines Eigenheims ab. Verstirbt die / der Versicherte während der Kreditlaufzeit einer Baufinanzierung, übernimmt die Risikolebensversicherung die verbleibende Kredittilgung. Sie verhindert so die Veräußerung oder gar Zwangsversteigerung der Immobilie und schützt die Angehörigen vor der Schuldenfalle.

Ein Pluspunkt der Risikolebensversicherung ist definitiv der niedrige Beitragssatz trotz hoher Versicherungssummen. Möglich ist dies, da die Risikolebensversicherung sich einzig um eine Absicherung nur für den Todesfall handelt. Tritt dieser nicht ein, hat man keinen Anspruch auf eine Rückzahlung der Beiträge. Die Risikolebensversicherung ist also eine sehr uneigennützige Versicherung und insbesondere auch für Familien mit Kindern und unverheiratete Paare interessant. Sie eignet sich aber auch für Geschäftspartner, die über eine Risikolebensversicherung das Unternehmen gegen Schicksalsschläge absichern.

Die Versicherungssumme beträgt im Idealfall das Vier- bis Fünffache des jährlichen Bruttogehalts, damit Hinterbliebene im Ernstfall ausreichend versorgt sind. Die Beiträge für die Risikolebensversicherung können steuerlich geltend gemacht werden.

Risikolebensversicherung im Überblick

Merkmale der Risikolebensversicherung im Überblick:

  • Hochwertiger Hinterbliebenenschutz und garantierte Todesfallleistung zu niedrigen Beiträgen.
  • Der Versicherungsschutz tritt nach Risikoprüfung sofort und ohne Wartezeit in Kraft.
  • Überschüsse kommen dem Versicherten durch das System der Beitragsreduzierung sofort zugute.
  • Auf Wunsch kann man sich über einen Zusatzbaustein preisgünstig gegen Berufsunfähigkeit versichern.
  • Mit einer Risikolebensversicherung kann man auch Darlehen, Baufinanzierungen und Kredite absichern.
  • Auch Geschäftspartner können gemeinsam eine verbundene Risikolebensversicherung abschließen.
  • Die Auszahlung erfolgt im Ernstfall schnell und unbürokratisch.
  • Binnen zehn Jahren kann die RLV ohne erneute Gesundheitsprüfung in eine Kapitallebensversicherung umgewandelt werden.

Für wen lohnt sich eine Risikolebensversicherung?

Im Gegensatz zur Kapitallebensversicherung sichert die Risikolebensversicherung „nur“ die Hinterbliebenen im Fall des eigenen Ablebens ab. Mit kapitalbildenden Lebensversicherungen spart man zugleich regelmäßig und baut damit ein Vermögen auf. Für wen eignet sich also die Risikolebensversicherung?

Abhängig ist dies maßgeblich von der familiären Situation und dem individuellen Lebensabschnitt. Grundsätzlich kann man festhalten, dass der Abschluss einer Risikolebensversicherung nur dann Sinn macht, falls man eine Familie hat, die man im Fall des eigenen Todes finanziell versorgt wissen möchte. Sinnvoll ist das Versicherungsmodell insbesondere dann, wenn das eigene Einkommen die Familie maßgeblich ernährt, man laufende Großkredite hat oder gemeinsam mit einer anderen Person ein Unternehmen aufgebaut hat.

Für wen lohnt sich eine Risikolebensversicherung

© Deklofenak – Fotolia.com

Die Risikolebensversicherung ist insbesondere dann sinnvoll, wenn man Angehörige im eigenen Todesfall vor finanzieller Not schützen möchte.

Eine mögliche Variante ist auch die verbundene Risikolebensversicherung, mit der sich Lebenspartner(innen) oder Geschäftspartner(innen) gegenseitig absichern. Verstirbt einer der beiden Personen während der Vertragslaufzeit, erhält die andere Person die vertraglich vereinbarte Versicherungssumme. Ein Vorteil bei dieser Variante ist, dass im Ernstfall gegebenenfalls keine Erbschaftssteuer anfällt und die Beiträge oft noch günstiger ausfallen als bei der regulären RLV. Die Deckungssumme wird allerdings in jedem Fall nur einmalig ausgeschüttet, auch wenn beide Versicherungsnehmer(innen) zeitgleich versterben.

Eine Risikolebensversicherung lohnt sich auch dann, wenn größere Darlehensverbindlichkeiten bestehen. Daher wird im Zusammenhang mit einer Kreditaufnahme von den Banken oftmals die Restschuldversicherung als spezielle Form der Risikolebensversicherung angeboten. Zuweilen kommt das Kreditgeschäft auch nur zustande, wenn sich die Kreditnehmerin / der Kreditnehmer zum Abschluss einer RLV bereit erklärt. Verstirbt man dann noch während der Kreditlaufzeit, zahlt die Risikolebensversicherung den noch verbleibenden Kreditbetrag. Auch das schützt Angehörige im Ernstfall vor der Schuldenfalle.

In diesen Fällen lohnt sich eine Risikolebensversicherung


Junge Familien m. Hauptverdiener


Absicherung der Familie


Alleinige(r) Kreditnehmer(in)


Absicherung von Großkrediten

Die Risikolebensversicherung sichert im Todesfall von ein oder mehreren Personen das finanzielle Auskommen der Hinterbliebenen. Die Versicherungssumme erhalten im Ernstfall wahlweise Angehörige, das Kreditunternehmen, Geschäftspartner oder sonstige Erben – dazu können auch Vereine und Organisationen gehören. Ist man alleinerziehend, Allein- oder Hauptverdienende(r) der Familie, stellt man insbesondere auch sicher, dass der Nachwuchs im Ernstfall keine finanzielle Not leiden muss. Sofern die versicherte Person das Ende der Vertragslaufzeit erlebt, wird keine Leistung fällig.

Welche Risiken deckt eine Risikolebensversicherung ab?

Risikolebensversicherungen decken das Todesfallrisiko für einen vertraglich definierten individuell wählbaren Zeitraum ab. Die Beitragszahlungen kann man in diesem Zeitraum auf Wunsch als Einmalbetrag, alle zwölf Monate oder auch in häufigeren Abständen zahlen. Grundsätzlich hat sie nicht das Ziel einer Kapitalbildung. Mit dem Abschluss können ganz unterschiedliche Ziele verfolgt werden – etwa die Bereitstellung eines Geldbetrages, der Familie, Kinder und Hinterbliebene vor finanziellen Belastungen schützen soll oder auch die Tilgung eines Konsumentenkredits, eines Baudarlehens oder einer Hypothek.

Welche Leistungen und Arten der Risikolebensversicherung gibt es?

Risikolebensversicherungen decken nur das Todesfallrisiko ab – es sei denn, Sie wählen Zusatzbausteine, die begrenzt auch bei Arbeitslosigkeit oder Berufsunfähigkeit greifen. Die Höhe der Versicherungsprämie orientiert sich einmal an der Vertragslaufzeit und am Eintrittsalter des Versicherungsnehmers. Dem Eintrittsalter sind jedoch Grenzen gesetzt, die je nach Versicherung zwischen 60 und 74 Jahren liegt.

Versicherungsnehmer(innen) können zwischen verschiedene Möglichkeiten wählen:

  • Die klassische Variante.
  • Die verbundene RLV, bei der zwei Personen je das Leben des anderen versichern.
  • Die sogenannte Restschuldversicherung zur Kredittilgung (auch fallende RLV) .

Alle drei Formen dienen ausschließlich der Absicherung im Todesfall. Niemals ist eine Risikolebensversicherung eine für die Altersvorsorge geeignete Versicherungsvariante und oder Kapitalanlage. Tritt der Versicherungsfall nicht ein, kommen die Beitragszahlungen der Gemeinschaft der Versicherten zugute und fließen nicht zurück an die einstig Versicherten.

Die klassische Variante zählt zu den häufigsten Risikolebensversicherungen.

Mit gleichbleibender Versicherungssumme und fester Vertragslaufzeit – besonders gefragt.

Bei der Versicherungsform auf zwei verbundene Leben werden zwei Personen in einem Vertrag bei gleichbleibender Versicherungssumme für einen bestimmten Zeitraum versichert. Tritt der Todesfall bei einem der beiden Versicherten ein, wird die Versicherungssumme an die Hinterbliebene oder den Hinterbliebenen ausbezahlt. Die verbundene Lebensversicherung wird nicht nur in Lebensgemeinschaften und Ehen gern genutzt, sondern auch von Geschäftspartnern. Die dritte Variante ist die Restschuldversicherung oder fallende Risikolebensversicherung. Die Versicherungssumme entspricht der Kredithöhe, der Versicherungszeitraum dem der Kreditlaufzeit. Mit sinkendem kreditbetrag sinkt auch die Versicherungssumme der Restschuldversicherung, folglich sinken auch die Beitragszahlungen.

Welche Vor- und Nachteile hat eine Risikolebensversicherung?

Z

u den Vorteilen zählt, dass im eigenen Todesfall die Absicherung der Familie, der Kinder und sonstigen Hinterbliebenen sichergestellt wird, sodass im Ernstfall die Schuldenfalle umgangen wird. Nachteilig ist, dass es sich bei der Risikolebensversicherung nicht um eine kapitalbildende Versicherung handelt.

V

orteilhaft ist auch, dass der monatliche Beitrag für diese Versicherung trotz hoher Deckungssummen im sechsstelligen Bereich und trotz jahrzehntelanger Laufzeiten für wenig Geld erhältlich ist. Zudem können Deckungssumme und Vertragslaufzeit entsprechend des eigenen Bedarfs flexibel gestaltet werden.

D

ie verschiedenen Varianten der RL-Versicherungen eignen sich für unterschiedliche Lebenssituationen – beispielsweise die Absicherung von Familie und Kindern, von Baufinanzierungen, Hypotheken oder anderen Großkrediten, sowie die Absicherung der Firma.

D

ie Beiträge können steuerlich geltend gemacht werden, da sie ebenso wie die gesetzliche Rentenversicherung oder die private Haftpflichtversicherung zu den sogenannten Vorsorgeaufwendungen gehören und im Rahmen von Sonderausgaben bei der Einkommensteuererklärung berücksichtigt werden können.

Der Nachteil für Versicherte besteht darin, dass sie selbst von dieser Versicherung nicht profitieren. Erlebt man das Ende der Vertragslaufzeit, erhält die Versicherungsgesellschaft die geleisteten Prämien. Es besteht kein Anspruch auf Beitragsrückzahlung.

Deckungssumme und Laufzeit bei der Risikolebensversicherung

Die Risikolebensversicherung kann man auf den persönlichen Bedarf zuschneiden.

Die Höhe der Deckungssumme

Mit der Versicherungssumme müssen Angehörige zur Not längerfristig auskommen, sowie die Beerdigungskosten tragen. Möglicherweise müssen davon nicht nur sämtliche Lebens- und Wohnkosten gedeckt werden, sondern auch die Ausbildung der Kinder. Bei der Restschuldversicherung für die Sicherung eines Baudarlehens entspricht die Versicherungssumme der Kredithöhe, sie sinkt folglich parallel zur Kredittilgung. Experten empfehlen , mindestens das vier- bis fünffache Bruttojahreseinkommen des Hauptverdienenden zu veranschlagen.

Wie lang soll die Laufzeit sein?

Die Laufzeit eines Vertrages hängt insbesondere von der individuellen Lebens- und Versorgungssituation ab. Besonders wichtig ist der Abschluss von Risikolebensversicherungen in den Lebensphasen, in denen nur wenig oder noch kein Vermögen angespart worden ist. Sinnvoll ist eine Laufzeit bis zu einem Alter, in dem die Kinder Ausbildung oder Studium beendet haben, finanziell auf eigenen Beinen und in dem man als Versicherte(r) keine Großkredite mehr abbezahlen muss und ausreichend für das Rentenalter angespart haben.

Die Laufzeit beträgt deshalb auch oft zehn oder mehr als 20 Jahre. Geht es darum, ein Darlehen abzusichern, dann sollte die Laufzeit der Risikolebensversicherung mit der Laufzeit des Großkredites abgestimmt werden, sich also stets am Zins- und Tilgungsplan orientieren.

Versicherungssumme im Todesfall:

Wie setzen sich die Beiträge der Risikolebensversicherung zusammen?

Die Höhe der Versicherungssumme und die Beitragsberechnung sind von verschiedenen Komponenten abhängig. Auch unterscheiden sich die einzelnen Anbieter bezüglich Leistungen und Preisen, deshalb sollte man im Vorfeld unbedingt verschiedene Angebote vergleichen. Zu den wichtigen Beitragsfaktoren gehören:

  • Das Alter der / des Versicherten
  • Die Laufzeit der Versicherung
  • Die Höhe der Versicherungssumme
  • Die Gesundheit der / des Versicherten
  • Potentiell gefährliche und risikoreiche Hobbies
  • Die Höhe der Provision und die Vertragskosten

Die genannten Komponenten dienen der Versicherung als Grundlage für die Kalkulation der Versicherungsbeiträge. Dabei gilt allgemein: Je jünger und gesünder man bei Vertragsabschluss ist, desto günstiger fallen auch die Beitragszahlungen aus. Doch es gibt noch weitere Unterschiede zwischen den Anbietern, die ein Versicherungsvergleich sichtbar werden lässt. Einige Versicherungen berechnen Rauchern einen entsprechenden Risikozuschlag. Gleiches gilt für Risiken, die mit gefährlichen Hobbies einhergehen – beispielsweise Freizeitaktivitäten wie Reiten und Free-Climbing – oder auch für auch erhöhte berufliche Gefahren, wie die von Dachdeckern oder Chemielaboranten. Ob ein Zuschlag erhoben wird und wie viel das kostet, erfährt man ebenfalls in einem Versicherungsvergleich.

Ist eine Gesundheitsprüfung nötig?

Risikolebensversicherungen gehören zu den Lebensversicherungen, deshalb ist eine Gesundheitsprüfung zwingend notwendig.

Im Rahmen dieser Prüfung der Gesundheit muss die / der zu Versichernde Gesundheitsfragen auf einem Antragsformular wahrheitsgetreu beantworten. Im weiteren Ablauf wird der Antrag von einem Sachbearbeiter überprüft. Bestehen gesundheitliche Beeinträchtigungen – also Krankheiten oder sonstige Beschwerden – wird der Antrag zur Risikoprüfung weitergeleitet.

Hier geht man ins Detail und kommt zu der Entscheidung, den Antrag anzunehmen, ihn abzulehnen, die / den zu Versichernden mit einem Risikozuschlag zu belegen oder weitere Unterlagen hinsichtlich der Prüfung der Gesundheit anzufordern. Das können zum Beispiel Arztberichte sein, die nachgereicht werden müssen.

Oberstes Gebot ist die wahrheitsgemäße Beantwortung der Gesundheitsfragen. Selbst wer versehentlich wahrheitswidrig antwortet, läuft Gefahr, dass der Versicherungsschutz bei Eintritt des Versicherungsfalls erlischt, sogar wenn die falsch beantwortete Frage nichts mit dem Todesfall zu tun hat.

Was untersucht der Arzt bei der Gesundheitsprüfung?

Bei der Gesundheitsprüfung werden gesundheitliche Risiken im Vorfeld analysiert und zur Beitragskalkulation herangezogen.

Vor Abschluss des Risikolebensversicherungsvertrags verlangt der Versicherer eine Überprüfung der Gesundheit von potentiellen Versicherungsnehmer(inne)n. Standard ist der schriftliche Weg über einen Fragebogen. Der Fragenkatalog beginnt mit allgemeinen Fragen, beispielsweise zur Ausübung riskanter Sportarten sowie zum Alkohol- und Zigarettenkonsum. Es folgen speziellere Fragen über bisherige und aktuelle Erkrankungen, etwa Atemwegserkrankungen, Diabetes oder Nervenleiden. Problematisch können psychische Erkrankungen und Depressionen sein, Versicherungen bewerten sie oft als Risiko und sehen eine erhöhte Selbstmordgefahr. Im Selbstmordfall wird der Versicherer die Leistungen dabei in jedem Fall verweigern. Ärztliche Atteste müssen nur in Ausnahmefällen vorgelegt werden. Dies gilt meist bei höheren Versicherungssummen ab einem Betrag von 250.000 Euro. Manche Risikolebensversicherungen lassen sich dann jedoch eine schriftliche Bestätigung des Hausarztes über den Gesundheitszustand der / des zu Versichernden vorlegen. Zuweilen wird ein Belastungs-EKG oder auch ein Bluttest verlangt. Ein Versicherungsvergleich gibt Aufschluss über die Anforderungen einzelner Versicherungen.

Ist eine Kündigung oder Beitragsfreistellung einer Risikolebensversicherung möglich?

Wer als Versicherungsnehmer mit einem finanziellen Engpass zu kämpfen hat, kann die Versicherungspolice kündigen. Dies sollte allerdings genau überlegt werden, denn dann fällt zum einen der Versicherungsschutz weg, zum anderen besteht kein Anspruch auf die Rückerstattung der gezahlten Beiträge. Grundsätzlich können Risikolebensversicherungen zum Ende eines Versicherungsjahres gekündigt werden, die diesbezügliche Frist liegt oft bei drei Monaten, Details finden sich im Versicherungsvertrag. Das Versicherungsjahr entspricht nicht immer dem Kalenderjahr, sondern beginnt mit dem im Antrag festgeschriebenen Datum.

Eine Alternative bei finanziellen Engpässen könnte die zeitweilige Beitragsfreistellung sein. Die Versicherungssumme wird dann zwar herabgesetzt, aber zumindest besteht noch weiterhin Versicherungsschutz. Bei der Beitragsfreistellung wird die Beitragszahlung komplett eingestellt. Der Versicherer kalkuliert anhand der bis zu diesem Zeitpunkt eingezahlten Beiträge und der angefallenen Überschussanteile eine neue Versicherungssumme, sodass eine gewisse Grundversorgung erhalten bleibt.

Risikolebensversicherungen lassen je nach Vertragsinhalten noch weitere Möglichkeiten zu, um den Beitrag für den Versicherungsschutz zu senken, beispielsweise die Reduzierung der Todesfallsumme, die Kürzung der Versicherungslaufzeit oder eine Reduzierung der Beiträge. Übrigens hat man in einigen Fällen nicht nur ein ordentliches Kündigungsrecht, sondern auch die Möglichkeit zur Sonderkündigung: Und zwar dann, wenn der Versicherer den Beitragssatz um mehr als 10 % anhebt oder den Versicherungsschutz verringert – also etwaige Risiken und Umstände nach Vertragsabschluss ausklammert.

Gibt es einen Rückkaufswert bei einer Risikolebensversicherung?

Anders als bei anderen Lebensversicherungsarten bedürfen Versicherungen zur Absicherung des Todesfalls keines großen Verwaltungsaufwands. Außerdem werden erwirtschaftete Überschüsse direkt in bereits bestehende oder auch zukünftige Verträge eingebaut, was zu einer sofortigen Reduzierung der Beitragszahlungen oder auch zu einer Erhöhung der Versicherungssummen bei gleichem Beitrag führt. Eine günstige Entwicklung für eine Risikolebensversicherung ist die steigende Lebenserwartung, sodass sich das Sterblichkeitsrisiko während der Versicherungsphase insgesamt und allgemein verringert hat. Das bedeutet, dass bei einer Risikolebensversicherung nur mit Risikokapital gearbeitet wird und kein Ansparkapital entsteht und damit auch kein Rückkaufswert.

Sind Beitragsrückerstattungen bei der Risikolebensversicherung möglich?

Die Risikolebensversicherung mit Beitragsrückerstattung ist eher selten. Welcher Versicherer dieses Produkt in seinem Portfolio hat, erfahren Verbraucher in einem Versicherungsvergleich. Bei diesem Modell werden im Rahmen der Beitragsrückerstattung die Beträge nach Ablauf des Versicherungszeitraums ausgezahlt, wenn der Leistungsfall nicht eingetreten ist – abzüglich des bisherigen Verwaltungsaufwands seitens des Versicherers. Es ist dabei wichtig, die Angebote der Anbieter in einem Versicherungsvergleich sorgfältig zu überprüfen, vor allem hinsichtlich der Beiträge, die aufgrund der Auszahlungsoption meist höher ausfallen. Da man bereits für jährlich niedrige zweistellige Beträge eine Risikolebensversicherung bekommt, ist fraglich, ob sich derartige Investitionen rentieren.

Ist es sinnvoll, eine Risikolebensversicherung mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu kombinieren?

Bei einem sogenannten Kombi-Paket erhält die / der Versicherte mit Eintritt der Berufsunfähigkeit eine Rente.

Geleistet wird also nicht nur im Todesfall, sondern auch wenn die Versicherungsnehmerin / der Versicherungsnehmer während der Vertragslaufzeit berufsunfähig wird. Ein Vorteil einer Kombi-Police sind reduzierte der Kosten, da kombinierte Versicherungsverträge grundsätzlich preisgünstiger sind als zwei Einzelverträge. Kündigt man allerdings seine Risikolebensversicherung, fällt auch der Berufsunfähigkeitsschutz weg.

Auch hier ist es für Verbraucherinnen und Verbraucher wichtig, bei einem Versicherungsvergleich die unterschiedlichen Vertragsbedingungen herauszufiltern.

Als potentielle Kundin oder Kunde sollte man bei dem Berufsunfähigkeitsschutz darauf achten, dass vertraglich auf eine abstrakte Verweisung verzichtet wird. Diese würde die Versicherung dazu berechtigen zu verlangen, dass man trotz Berufsunfähigkeit in dem zuletzt ausgeübten Beruf in einem anderen Beruf arbeitet und zwar unabhängig von Qualifikation und Arbeitsmarktlage. Gezahlt wird nur, wenn nachweislich krankheitsbedingt gar kein Beruf mehr ausgeübt werden kann.

Wird die Auszahlungssumme einer Risikolebensversicherung besteuert?

Auch bei den Auszahlungen von Lebensversicherungen ist der Fiskus zugegen und hält gern die Hand auf.

Ob auf die Todesfallsumme Steuern anfallen, hängt von den Vertragsbedingungen und der Beziehung der Erben zu der / dem Verstorbenen ab. Wird die Summe vererbt, dann fällt grundsätzlich keine Einkommensteuer, sondern Erbschaftsteuer an. Bei dem eigenen Nachwuchs, bei Ehepartnerinnen, Ehepartnern und auch bei eingetragenen Lebenspartner(inne)n fällt die Erbschaftssteuer wegen der sehr hohen Freibeträge meist kaum ins Gewicht. Anderes gilt für nicht verheiratete Paare, sonstige Verwandte und Bezugspersonen, bei denen der Freibetrag erheblich geringer ausfällt. Doch das Zahlen von Erbschaftsteuer lässt sich durch einen Kunstgriff umgehen. Die Person, welche die Auszahlungssumme im Todesfall erhalten soll, sollte selbst die Versicherungspolice abschließen und seine Partnerin / seinen Partner versichern. Auf diese Weise werden die Beitragszahlungen für die eigene Absicherung geleistet. Kommt es zum Versicherungsfall, erhält man die Leistung nicht als Erbe, sondern als vertragliche Versicherungsleistung und ist von der Erbschaftssteuer befreit.

*Beispielrechnung: 100.000 Euro Versicherungssumme im Todesfall, zehn Jahre Laufzeit, gleichbleibende Versicherungssumme (zur Familienabsicherung), Geburtsdatum: 1. Januar 1990, Nichtraucher, Beruf: Angestellter, jährliche Zahlweise – günstigster Beitrag: 32,64 Euro (AllSecur Versicherung), entspricht 2,72 Euro pro Monat. Stand der Berechnung: 20. April 2016

Share Button