Risikolebensversicherungs-Tests bieten wichtige Orientierungshilfen

Zahlreiche Prüfredaktionen haben einen oder mehrere Tests zur Risikolebensversicherung durchgeführt. Diese unabhängigen Tarifbewertungen sind wertvolle Hilfsmittel – sowohl bei der Herausarbeitung individuell wichtiger Vertragskriterien als auch als Orientierung auf der Suche nach dem passenden Anbieter. Im Folgenden finden Sie deshalb einen Überblick über einige aktuelle Risikolebensversicherung Tests.

Versicherungssumme im Todesfall:

Die besten Risikolebensversicherungen verschiedener Prüfredaktionen

Risikolebensversicherung Test von Ökotest

VersicherungTarifErstrangige Bewertungen (ig. 8 Modellfälle pro Tarif)
Community LifeProtect8 von 8 Modellfälle
StuttgarterT207 von 8 Modellfällen
EuropaE- T2 Premium4 von 8 Modellfällen
My LifeRNL+4 von 8 Modellfällen
HUK24WP244 von 8 Modellfällen

Ökotest gehört seit langem zu den hierzulande etablierten Verbrauchermagazinen. Im August 2015 veröffentlichte es einen Test zu Risikolebensversicherungen, den es mit Unterstützung von Fachberater Georg Pitzl durchgeführt hatte.

37 Tarife erreichen ersten Rang

Insgesamt nahm Ökotest 60 Anbieter anhand von je acht Modellfällen unter die Lupe. Das Ergebnis: 480 untersuchte Tarife. Laut dem Magazin weigerten sich einige Versicherer, die erhobenen Tarifdaten zu bestätigen. Deshalb hätte man diese Tarife zwar berücksichtigt, jedoch nicht bewerten können. Insgesamt wurden deshalb nur 328 Tarife benotet, 37 erzielten eine erstklassige Bewertung. Die Mehrheit davon stammten von Direktanbietern, die nur online oder per Telefon erreichbar sind. Einfluss auf das Ranking hatte nicht nur der Einstiegsbeitrag, sondern auch „der sogenannte Tarifbeitrag … Das ist der Beitrag, auf den die Versicherer ihre Prämie erhöhen können, wenn ihre Risikogewinne ausbleiben“, so Ökotest. Einige Anbieter könnten Beiträge gegebenenfalls so um weit über 100 % anheben.


Große Preisunterschiede zwischen einzelnen RLV-Anbietern

Insgesamt gibt es zwischen den einzelnen Anbietern große Preisunterschiede. Teure Risikolebensversicherungen kosten zuweilen bis zu dreimal so viel wie preisgünstige, für ältere Menschen wird es generell teurer. Ein 40-jähriger nichtrauchender Kaufmann, der eine Versicherungssumme von 300.000 € vereinbart, zahlt beim teuersten Anbieter so 694 € pro Jahr, der günstigste Tarif kostet hingegen 240 € (Tarif: Protect der Versicherung Community Life).
Raucher zahlen drauf. Entsprechend der Testergebnisse zahlt ein 30-Jähriger, Tabak konsumierender Angestellter für einen Hinterbliebenenschutz von 250.000 € im günstigsten Fall 353 € pro Jahr – etwa zweieinhalbmal soviel wie ein vergleichbarer Nichtraucher. Weniger ins Gewicht fallen riskante Berufe, so haben viele Anbieter für Kaufleute die gleichen Konditionen wie für Dachdecker(innen).

Der RLV-„Idealkunde“ laut Ökotest

Gesunder Lebenswandel, Trauschein und Nachwuchs vergünstigen laut Ökotest die Tarife. Wer einen Body-Mass-Index zwischen 18 und 27 habe, erhalte laut Versicherungsauskunft einen besseren Preis als über- oder untergewichtige Menschen. Das gleiche gelte, wenn die Person verheiratet ist, Kinder hat und / oder nicht raucht. Ein Beispiel: Ein 30-jähriges Individuum, das das eigene Leben für 25 Jahre mit einer Summe von 250.000 € versichert, zahlt monatlich 17,60 € (DEVK mit dem Tarif N). Aber: „Aus den 17,60 Euro sind beim über- oder untergewichtigen, kinderlosen, rauchenden Single 67,11 Euro geworden – fast viermal so viel, wie eine schlanke Mutter oder ein fitter Vater zahlen müssen“, kommentiert das Verbraucherportal.
Weitere Informationen zur Analyse der Risikolebensversicherungen finden Sie auf der Webseite von Ökotest.

Risikolebensversicherung Test von Finanztest

Die renommierte Prüfredaktion Stiftung Warentest ist deutschlandweit ein Begriff. Im Mai 2016 nahm das zugehörige Magazin Finanztest zum wiederholten Male Risikolebensversicherungen unter die Lupe. Getestet wurden 368 Tarife von 41 Versicherern, anhand von verschiedenen Kunden im Alter von 35, 45 und 55 Jahren.

Große Preisunterschiede trotz ähnlicher Leistungen

Das Verdikt: Teure Tarife kosten das Vierfache von günstigen. Die Leistungen sind dabei laut Stiftung Warentest ähnlich. Das gelte selbst bei Premiumtarifen im Verhältnis zu Standardtarifen. Premiumtarife zeichneten sich insbesondere durch eine Nachversicherungsgarantie aus – man könne also die Versicherungssumme im Nachhinein noch erhöhen, allerdings meist nur um maximal 25.000 €. Ein Tarifvergleich lohne sich also, denn es bestünde hohes Sparpotential.

Preis abhängig von persönlichen Umständen

Einzelne individuelle Umstände können die Beiträge laut Finanztest in die Höhe treiben. Teurer wird es so für Raucher(innen), jüngere, gesündere Menschen zahlen verhältnismäßig weniger. Auch riskante Hobbies wie Motorradfahren verteuern die Tarife, das gleiche gilt für den ausgeübten Beruf. Wer im Büro tätig sei, zahle tendenziell weniger als ein Industriemechaniker. Allerdings bewerteten die einzelnen Versicherer verschiedene Risiken je anders. Auch deshalb lohnt sich ein Vergleich.

Geeigneter Schutz für Familien, unverheiratete Paare, Geschäftspartner(innen)

Entsprechend der Bewertung von Stiftung Warentest eignet sich die Risikolebensversicherung als Einzelvertrag oder auch als verbundene Variante für verschiedenste Kundinnen und Kunden. So beispielsweise für Familien – insbesondere auch junge Familien mit Kindern. Unverheiratete Paare können dadurch die Partnerin / den Partner finanziell absichern – denn im Ernstfall bestünde kein Anspruch auf Witwen- / Witwerrenten. Auch für geschäftliche Partnerschaften zum finanziellen Schutz des Unternehmens sei die Risikolebensversicherung geeignet. Den Risikolebensversicherung Test von Finanztest können Sie online auf test.de einsehen.

Risikolebensversicherung Test von DISQ

VersicherungPunkte (von 100)Benotung
Europa98,8sehr gut
Prisma-Life97,3sehr gut
DLVAG94,3sehr gut
HUK2494,1sehr gut
WVG93,8sehr gut

Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) ist für die fachkundige Untersuchung von Tarifen und Unternehmen bekannt. Fokus der Spezialisten ist dabei neben dem Preis-Leistungsverhältnis auch oft die Service-Qualität einzelner Dienstleister. Im Frühjahr 2015 untersuchte das DISQ im Auftrag von n-tv und in Zusammenarbeit mit dem renommierten Ratingunternehmen Franke und Bornberg Risikovorsorge-Versicherungen, darunter auch Risikolebensversicherungen.

Bewertungskriterien des DISQ

Insgesamt 46 Risikolebensversicherer wurden untersucht. Man habe sich dabei „aufgrund fehlender Leistungsdifferenzierungen“ auf die Beitragsleistungen der Versicherung konzentriert, so das DISQ. Die jeweils notwendigen Daten (Vertragsbedingungen oder Versicherungsschein) stellten die Anbieter zur Verfügung.

Das Ergebnis des Risikolebensversicherungs-Tests

Ganze zwölf Risikolebensversicherer erhielten die Bewertung „sehr gut“ und waren damit besonders preisgünstig. Das gilt jedoch bei weitem nicht für alle Unternehmen. Neun Gesellschaften wurden als „mangelhaft“ eingestuft, 13 als „ausreichend“. Immerhin vier Anbieter erhielten die Note „gut“, acht weitere ein „befriedigend“. Das Fazit: Ein Preisvergleich lohnt sich, den zwischen einzelnen Risikolebensversicherungsanbietern gibt es große Kostenunterschiede. Den DISQ-Risikolebensversicherung-Test finden Sie auf der Online-Präsenz des Instituts.

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