Eine Risikolebensversicherung sollte für den gesamten Zeitraum abgeschlossen werden, in dem Versicherungsbedarf besteht. Anlässe für den Abschluss einer Risikolebensversicherung sind oft Familiengründung oder Hausbau. Wichtig ist, dass die Versicherung danach so lange läuft, dass Ehepartner, Kinder oder das Darlehen für das Haus umfassend abgesichert sind.

Eine Risikolebensversicherung dient dazu, individuelle Risiken abzusichern – eine pauschale Antwort auf die Frage nach der Laufzeit des Vertrages gibt es daher nicht. Auch die Gründe für den Abschluss der Versicherung spielen hier eine Rolle: Ein Haupt- oder Alleinverdiener, der seine Familie absichern will, hat einen anderen Versicherungsbedarf als jemand, der damit ein zeitlich eher überschaubares Darlehen sichert. Das Ziel einer Risikolebensversicherung besteht ausschließlich darin, die finanziellen Folgen des Todes der versicherten Person zu kompensieren.

Risikolebensversicherung abschließen – der richtige Zeitpunkt für den Einstieg

Eine Risikolebensversicherung lohnt sich für alle, die ihre Hinterbliebenen finanziell absichern möchten. Der Abschluss der Versicherung fällt daher häufig mit der Familiengründung zusammen, die Verträge laufen danach oft über mehrere Jahrzehnte.

Wer eine Risikolebensversicherung abschließt, um einen Hypothekenkredit oder eine andere Finanzierung abzusichern, muss sich entscheiden, ob er diesen Todesfallschutz nur für die Laufzeit des Darlehens wünscht oder darüber hinaus versichert bleiben will. Wenn die Risikolebensversicherung ausschließlich als Restschuldversicherung abgeschlossen wird, endet der Vertrag mit der Tilgung des Darlehens.

In den Versicherungspaketen von Auszubildenden und Studierenden ist eine Risikolebensversicherung zwar noch nicht zwingend nötig, trotzdem gibt es gute Gründe für einen möglichst frühen Abschluss: Die Beitragshöhe für die Versicherung bemisst sich nach dem statistischen Sterberisiko der versicherten Person, das bei jungen Antragstellern zunächst gering ist und erst nach dem 45. Lebensjahr sukzessive ansteigt.

Ein frühzeitiger Einstieg ermöglicht diesen Versicherungsschutz also zu besonders attraktiven Prämien. Zudem dürfte es bei den meisten jüngeren Interessenten kaum Probleme bei der Beantwortung der Gesundheitsfragen und eine geringere Wahrscheinlichkeit von Risikoaufschlägen wegen bestehender gesundheitlicher Beeinträchtigungen geben.

Garantie auf Nachversicherung

Während der meist langen Laufzeiten von Risikolebensversicherungen kann es natürlich auch zu Veränderungen der persönlichen Lebensumstände kommen. Vielleicht stellt sich heraus, dass der Versicherungsbedarf deutlich länger besteht als ursprünglich geplant war, eventuell ist auch eine höhere Versicherungssumme nötig. Mögliche Szenarien sind hier weiterer Nachwuchs, ein Immobilienkauf oder die Entscheidung eines oder mehrerer Kinder, ein Studium zu beginnen. Gut ist, wenn die Risikolebensversicherung sich solchen Erfordernissen flexibel anpasst.

Versicherungssumme im Todesfall:

Durch eine im Versicherungsvertrag vereinbarte Nachversicherungsgarantie sind sowohl Laufzeitverlängerungen als auch die Erhöhung der Versicherungssumme ohne erneute Gesundheitsprüfung kein Problem.

Risikolebensversicherung – Laufzeiten im höheren Lebensalter

Auch in etwas höherem Lebensalter – nach dem 40. oder 45. Geburtstag – kann der Abschluss einer Risikolebensversicherung sinnvoll sein. In diesem Fall ist jedoch keine jahrzehntelange Laufzeit nötig, die vor allem die Beiträge in die Höhe treiben würde. Sinnvoll ist hier eine Risikolebensversicherung, die zunächst über zehn Jahre läuft. Wenn der Vertrag eine Nachversicherungsgarantie enthält, kann der Versicherungsnehmer danach entscheiden, ob und wie lange eine Risikolebensversicherung künftig nötig ist.

Wichtig ist, dass die Versicherung so lange läuft, bis die Kinder ihre Ausbildung abgeschlossen haben, die Immobilie abbezahlt ist oder der überlebende Partner in der Lage ist, die Einkommenslücke durch einen Todesfall durch eigene Einkünfte oder Vermögenswerte zu überbrücken.